Zweiter Grand Canyon unter grönländischem Packeis

Grand Canyon unter Packeis

Zweiter Grand Canyon unter grönländischem Packeis

Mit 450 Kilometern erstreckt sich im US-Bundesstaat Arizona der legendäre Grand Canyon. Er gehört zu den atemberaubendsten Sehenswürdigkeiten der Welt. Nun haben Wissenschaftler auf Grönland eine Schlucht ausfindig gemacht, die noch wesentlich größer sein dürfte. Sie versteckt sich unter dem meterdicken Packeis.

Durch Radarbeobachtungen konnte die gigantische Schlucht nun ausfindig gemacht werden. Erste 3-D-Animationen lassen vermuten, welche Ausmaße der zweite „Grand Canyon“ haben könnte. Die Schlucht soll nach Berichten der Wissenschaftler, die im US-Magazin Science veröffentlicht wurden, eine gigantische Länge von mindestens 750 Kilometern besitzen. Darüber hinaus soll sie sagenhafte 800 Meter tief sein. Damit wäre sie noch um einiges länger als der Grand Canyon, der im Südwesten der USA liegt.

Wie die Wissenschaftler erklärten, dürfte die bislang unbekannte Schlucht, die sich unter den gigantischen Eismassen versteckt, noch um einiges älter sein als die Eisfläche. Seit Millionen Jahren wird Grönland von einer schier sagenhaften Eisfläche überzogen. Die Schlucht soll die Form eines Flussbetts haben, das sich durch die Landschaft schlängelt. Nach aktuellem Kenntnisstand soll die Schlucht angefangen vom Zentrum bis zur Nordspitze Grönlands reichen.

Nach Vermutungen des Forscherteams könnte der Canyon auf Grönland eine wichtige Funktion übernehmen. So könnte er dazu beitragen, dass das Wasser, das aus dem Schmelzprozess des Packeises stammt, zum Eisflächenrand geleitet wird. Auf diesem Weg gelangt es in den Arktischen Ozean. Die Eisfläche auf Grönland entstand vor rund 4 Millionen Jahren.

Quellhinweis Bild: © hecke71  Fotolia.com

Über Ronny Fischer

Ich arbeite seit Februar 2008 als Texterin und Redakteurin. Neben meiner Arbeit im Auftrag zahlreicher Unternehmen betreibe ich unter dem Dach der Textagentur More than Words can say mehrere Webseiten mit den Schwerpunkten Ostseeraum und Nordeuropa. In den vergangenen Jahren war ich sowohl für Unternehmen in Deutschland als auch in Österreich und der Schweiz tätig. Ich verfasse neben kurze Beiträge zu aktuellen internationalen Themen auch umfangreiche, mehrseitige Reportagen.
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