Hardangerfjord in Norwegen

Bekannt als Land der Fjorde verzaubert Norwegen die Sinne seiner Besucher. Wie ein Schutzschild bildet es den Rand von Skandinavien. Die norwegische Küste wird von zahlreichen Fjorden gesäumt. Weit schneiden sie ins Land ein und hinterlassen ein beeindruckendes Landschaftsschauspiel. Überragend und beeindruckend schön gibt sich der Hardangerfjord in Norwegen zu erkennen. Er ist einer der bekanntesten Fjorde des Landes und liegt im südlichen Teil Westnorwegens. Mit einer Länge von 170 Kilometern ist er nach dem legendären Sognefjord der zweitlängste Fjord des Landes. Durch mehrere Inseln wird der Eingang des Fjordes eingeengt. Erst im Landesinneren teilt sich der Hardangerfjord schließlich in mehrere kleinere Arme. Heute sind der Eidfjord und Sorfjord die bekanntesten Arme des Hardangerfjords. Auf engstem Raum überrascht das Hardangergebiet mit erstaunlichen Gegensätzen.

Landschaftliche Vielfalt am Hardangerfjord

Der Hardangerfjord wartet mit beeindruckender landschaftlicher Vielfalt auf. Während sich die äußeren Bereiche des Meeresarms von einer sanften und ebenso lieblichen Seite zeigen, präsentieren sich die Ränder der Hardangervidda steil und schroff. Gesäumt von beeindruckenden Wasserfällen zeigen sie, welche Kraft in der Natur Norwegens steckt und welche Geheimnisse in ihr verborgen sind. Kontrastreich gibt sich zugleich das Klima am Hardangerfjord zu erkennen. Am Sorfjord herrscht ein außergewöhnlich mildes Klima, durch das die Obstbäume Jahr für Jahr nahezu verschwenderisch blühen. Bemerkenswert ist dagegen die Eiskappe, die den Folgefonn-Gletscher prägt. Besucher, die Ende Mai am Sorfjord verweilen, haben nicht selten das Gefühl, in Italien zu sein. Zu dieser Zeit gleichen die Abhänge des Fjords einem Meer aus rosa- und weißblühenden Obstbäumen.

Obstanbau am Hardangerfjord

Seit Jahren wird der Obstanbau am Hardangerfjord mit Begeisterung betrieben. Als Zentrum hat sich das Lofthus etablieren können. In dem Ort und seiner Umgebung stehen rund 500.000 Obstbäume. Dies entspricht in etwa einem Fünftel des vollständigen norwegischen Obstbaumbestandes. Schon im 13. Jahrhundert wurden durch die Zisterziensermönche die Weichen für den heutigen Obstanbau am Hardangerfjord gelegt. In Lofthus begannen sie mit der Züchtung von Früchten und Gemüse. Der Obstanbau geriet jedoch nach der Reformation für lange Zeit in Vergessenheit. Die norwegischen Bauern besannen sich schließlich erst wieder im 18. Jahrhundert auf die Arbeit der Mönche.

Über Ronny Fischer

Ich arbeite seit Februar 2008 als Texterin und Redakteurin. Neben meiner Arbeit im Auftrag zahlreicher Unternehmen betreibe ich unter dem Dach der Textagentur More than Words can say mehrere Webseiten mit den Schwerpunkten Ostseeraum und Nordeuropa. In den vergangenen Jahren war ich sowohl für Unternehmen in Deutschland als auch in Österreich und der Schweiz tätig. Ich verfasse neben kurze Beiträge zu aktuellen internationalen Themen auch umfangreiche, mehrseitige Reportagen.
Dieser Beitrag wurde unter Norwegen, Skandinavien abgelegt und mit , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *