Narsarmijit  eine kleine Siedlung auf Grönland

Grönland beheimatet als größte Insel der Welt mehrere kleine Siedlungen, die sich auf der gesamten Insel verteilen. Viele von ihnen sind außerhalb von Skandinavien nicht bekannt. Andere haben sich dagegen durchaus als Ziele von Touristen einen Namen machen können. Besonders beliebt ist heute der kontrastreiche Süden auf Grönland. Er begeistert mit einer beeindruckenden Landschaft und mit einer Natur, die außergewöhnlicher kaum sein könnte. Entscheiden sich Urlauber für eine Reise in den äußersten Süden der Insel, treffen sie mit Narsarmijit und Aappilattoq auf zwei Siedlungen. In einigen Karten ist Narsarmijit noch heute mit dem Namen Narsaq Kujalleq vermerkt. Die Siedlung hat rund 130 Einwohner. Sie leben sowohl von der Schafszucht als auch von der Jagd.

Geschichte von Narsarmijit auf Grönland

Im Jahr 1824 wurde Narsarmijit auf Grönland von Konrad Kleinschmidt gegründet. Damals war der Ort noch als Frederiksdal bekannt. Kleinschmidt gründete Narsarmijit ursprünglich als südlichste Missionsstation der Herrnhuter. Die Kirche, die im Jahr 1826 errichtet wurde, wurde aus Holz gebaut. Für deren Bau musste das Holz einst mit einem Umiak aus Qaqortoq nach Narsarmijit gebracht werden. Bei dem Umiak handelt es sich um ein traditionelles Frauenboot auf Grönland, das heute in ganz Skandinavien bekannt ist. Die Amerikaner errichteten in der Nähe von Narsarmijit während des Zweiten Weltkriegs eine Rundfunknavigationsstation. Durch sie wurden in der Region einige Arbeitsplätze geschaffen.

Umgebung von Narsarmijit auf Grönland

Narsarmijit auf Grönland kann am besten im Rahmen eines Tagesausflugs entdeckt werden. Neben der Siedlung begeistert auch die Umgebung mit einer Vielzahl von außergewöhnlichen Zielen. Empfehlenswert ist so auch ein Abstecher an den Fjord Narsaq Sarqaa. Gegenüber dem Fjord befinden sich die Ruinen der Normannensiedlungen Sandhavn und Herjolfsnes. Bei der Kirche von Hjerolfsnes handelt es sich um eine der drei bedeutendsten der Ostsiedlungen. Sie wurde vermutlich im 13. Jahrhundert errichtet und hat sich bis heute ursprüngliche Züge bewahren können.

 

Über Ronny Fischer

Ich arbeite seit Februar 2008 als Texterin und Redakteurin. Neben meiner Arbeit im Auftrag zahlreicher Unternehmen betreibe ich unter dem Dach der Textagentur More than Words can say mehrere Webseiten mit den Schwerpunkten Ostseeraum und Nordeuropa. In den vergangenen Jahren war ich sowohl für Unternehmen in Deutschland als auch in Österreich und der Schweiz tätig. Ich verfasse neben kurze Beiträge zu aktuellen internationalen Themen auch umfangreiche, mehrseitige Reportagen.
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