Hundeäquator in Grönland

Grönland hält in beeindruckender Form noch heute an zahlreichen traditionellen Zügen fest. Die größte Insel der Welt wird von einem rauen Klima geprägt, das das Leben auf Grönland bestimmt. Viele Ziele weltgrößten Insel sind heute in Skandinavien bekannt. Vergleichsweise unbekannt ist dagegen weiterhin der Hundeäquator in Grönland. Er bildet die traditionelle Grenze zwischen jenen Gebieten der Insel, in denen ausschließlich die Haltung von endemischen Schlittenhunderassen erlaubt ist und denen, in denen lediglich Haushunde von den Einheimischen gehalten werden dürfen. Zu den endemischen Schlittenhunderassen zählen der Grönlandhund und Polarspitz.

Hintergründe des Hundeäquators

Nur den wenigsten Besuchern ist der Hundeäquator bekannt, weil er eine nicht sichtbare Linie darstellt. Er verläuft in Westgrönland entlang des Polarkreises und ist demnach zwischen den Gemeindegebieten von Sisimiut und Maniitsoq gelegen. Während in Westgrönland noch heute am Hundeäquator festgehalten wird, ist die Haltung von Schlittenhunden mittlerweile in Ostgrönland überall gestattet. Der Hundeäquator in Grönland ist eine Grenze, die von grönländischen Inuit überliefert wurde. Sie darf nicht überschritten werden. Wird sie überschritten, droht die Gefahr, dass sich die nördlichen Rassen mit den südlichen Populationen, die weniger robust sind, mischen.

Erkundungen am Hundeäquator

Noch heute wird viel über die Hintergründe der Einrichtung vom Hundeäquator in Grönland spekuliert. So wird davon ausgegangen, dass die Errichtung dieser Grenze unter anderem aufgrund der Schafzucht und deren Schutz erfolgte. Südlich des Hundeäquators ist das Meer fast nie zugefroren, sodass Schlittenhunde auch nicht zwingend benötigt werden. Der Schlittenhund ist im Norden und Osten Grönlands trotz der Konkurrenz durch moderne Schneemobile auch weiterhin ein unverzichtbares Transportmittel. Die Tiere sind nicht auf Treibstoff angewiesen, der mitgeführt wird und funktionieren auch bei tiefen Temperaturen makellos.

Über Ronny Fischer

Ich arbeite seit Februar 2008 als Texterin und Redakteurin. Neben meiner Arbeit im Auftrag zahlreicher Unternehmen betreibe ich unter dem Dach der Textagentur More than Words can say mehrere Webseiten mit den Schwerpunkten Ostseeraum und Nordeuropa. In den vergangenen Jahren war ich sowohl für Unternehmen in Deutschland als auch in Österreich und der Schweiz tätig. Ich verfasse neben kurze Beiträge zu aktuellen internationalen Themen auch umfangreiche, mehrseitige Reportagen.
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