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Hundeäquator in Grönland
Von Nancy Fischer | 18.Januar 2012
Grönland hält in beeindruckender Form noch heute an zahlreichen traditionellen Zügen fest. Die größte Insel der Welt wird von einem rauen Klima geprägt, das das Leben auf Grönland bestimmt. Viele Ziele der größten Insel der Welt sind heute in Skandinavien bekannt, andere haben sich dagegen kaum einen Namen machen können. Vergleichsweise unbekannt ist auch weiterhin der Hundeäquator in Grönland. Er bildet die traditionelle Grenze zwischen jenen Gebieten der Insel, in denen ausschließlich die Haltung von endemischen Schlittenhunderassen erlaubt ist und denen, in denen lediglich Haushunde von den Einheimischen gehalten werden dürfen. Zu den endemischen Schlittenhunderassen gehören der Grönlandhund und der Polarspitz.
Besonderheiten vom Hundeäquator in Grönland
Nur den wenigsten Besuchern ist der Hundeäquator in Grönland bekannt. Der Grund dafür ist der Aspekt, dass es sich bei ihm um eine nicht sichtbare Linie handelt. Diese Grenze verläuft in Westgrönland entlang des Polarkreises und ist demnach zwischen den Gemeindegebieten von Sisimiut und Maniitsoq gelegen. Während in Westgrönland noch heute an dem Hundeäquator festgehalten wird, ist die Haltung von Schlittenhunden mittlerweile in Ostgrönland überall gestattet. Der Hundeäquator in Grönland ist eine Grenze, die von grönländischen Inuit überliefert wurde. Sie darf nicht überschritten werden. Wird sie überschritten, droht die Gefahr, dass sich die nördlichen Rassen mit den südlichen Populationen, die weniger robust sind, mischen.
Erkundungen am Hundeäquator in Grönland
Noch heute wird viel über die Hintergründe der Einrichtung vom Hundeäquator in Grönland spekuliert. So wird davon ausgegangen, dass die Errichtung dieser Grenze auch aufgrund der Schafzucht und deren Schutz erfolgte. Südlich des Hundeäquators ist das Meer fast nie zugefroren. Aus diesem Grund werden Schlittenhunde hier auch nicht zwingend benötigt. Der Schlittenhund ist im Norden und Osten von Grönland trotz der Konkurrenz durch moderne Schneemobile auch weiterhin ein unverzichtbares Transportmittel. Die Tiere sind nicht auf Treibstoff angewiesen, der mitgeführt wird und funktionieren auch bei tiefen Temperaturen makellos.
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