Kopenhagen

Kopenhagen ist eines der beliebtesten Reiseziele Europas und dabei doch relativ klein (knapp 550.000 Einwohner). Viele Leute wissen mehr mit Kopenhagen anzufangen als mit Dänemark selber. Wissen Sie, dass Dänemark eine parlamentarische Demokratie wie England ist und die Färöer (eine Inselgruppe nördlich von England) und Grönland staatsrechtlich zu Dänemark gehören und Abgeordnetensitze im Parlament haben? Bei Smørrebrød sind dann alle wieder auf einer Linie. Und Christiana, dem bekannten rechtslosen Raum für Aussteiger und Zivilationsflüchtlinge mitten in Kopenhagen. Tauchen wir online mal ein bisschen ein.

Stadtentwicklung

Kopenhagen ist tatsächlich natürlich nicht so klein. Die verhältnismäßig kleine Einwohneranzahl ergibt sich daraus, dass verschiedene Gemeinden, die komplett von Kopenhagen umwachsen sind und um die 100.000 Einwohner haben, nicht eingemeindet wurden. Das hatte nach dem Zweiten Weltkrieg wahltaktische Gründe der konservativen Partei. Kombiniert man diese Gemeinden mit Kopenhagens Einwohnern kommt man auf ca. 1.150.000 Einwohner im ganzen Stadtgebiet. Trotzdem oder gerade wegen der Verteilung auf verschiedene Gemeinden fehlen in Kopenhagen Hochhäuser. Die vielen privaten Apartments überall in Kopenhagen befinden sich nach wie vor in normalen Wohnungsbauten, die sich aber sehr gut in das Stadtbild integrieren. Das vielleicht bekannteste Wahrzeichen Kopenhagens ist die kleine Meerjungfrau, eine kleine bronzene Statue, nachempfunden einer Märchenfigur aus einer Geschichte von Hans Christian Andersen. Ebenfalls sehr bekannt ist der Tivoli, einer der ältesten Vergnügungsparks Europas, den es heute immer noch gibt. Weniger bekannt ist, dass der Älteste, Dyrehavsbakken, ebenfalls in Dänemark liegt. Nämlich in Kopenhagens Norden.

Die bekannteste autonome Kommune der Welt

Für Leute mit Sinn für alternativen, freieren Lebensstil und Zuneigung für linke Lebensphilosophien ist Kopenhagen eine Reise wert. Auch für solche, die sich das nur anschauen wollen. Christiana ist das Stichwort. Vielen ist die Wohnsiedlung im östlichen Stadtteil Christianshavn aus den Medien ein Begriff. Ob man nun eher das Bild von Randalen gegen die Polizei im Kopf hat oder glückliche Hippies überall: Beides ist wohl überspitzt. Tatsächlich kann es in Christiana ganz friedlich zugehen. Hin und wieder spielt das siedlungseigene Team gegen ein Team der Kopenhagener Polizei Fußball und viele Menschen genießen ihren Lebtag und und ihr Mariuhana. Wenn da nicht der Haken mit dem Mariuhana wäre. Denn die Menschen die dieses verkaufen, machen mitunter ein richtig gutes Geschäft damit. In der Pusher Straße gelten andere Regeln als im freiheitsliebenden Christiana. Fotografieren ist ein absolutes No-Go und sollte von Touristen auch so verstanden werden. Denn faktisch ist Christiana ein rechtsfreier Raum. Praktizierte Anarchie, die durchaus faszinierend aber im falschen Moment auch gefährlich sein kann. Wenn Sie sich für Kopenhagen entscheiden, ist es empfehlenswert, sich nach einer privaten Unterkunft umzusehen. Die Dänen sind sehr offene, freundliche und hilfsbereite Menschen. Über eine Vermittlungsseite von privaten Unterkünften in Kopenhagen findet man leicht das passende für einen Städtetrip in diese faszinierende Metropole.

Über Ronny Fischer

Ich arbeite seit Februar 2008 als Texterin und Redakteurin. Neben meiner Arbeit im Auftrag zahlreicher Unternehmen betreibe ich unter dem Dach der Textagentur More than Words can say mehrere Webseiten mit den Schwerpunkten Ostseeraum und Nordeuropa. In den vergangenen Jahren war ich sowohl für Unternehmen in Deutschland als auch in Österreich und der Schweiz tätig. Ich verfasse neben kurze Beiträge zu aktuellen internationalen Themen auch umfangreiche, mehrseitige Reportagen.
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