Kebnekaise-Massiv in Schweden

Der Norden Schwedens zeichnet sich bekanntlich durch seine bergige Landschaft und seine unberührte Natur aus. Wer die Herausforderung sucht, sollte vielleicht einmal den in Lappland gelegenen Kebnekaise erklimmen. Dieser Berg ist mit seinen 2.111 Metern über dem Meeresspiegel nicht nur der höchste Gipfel des Landes, sondern auch der höchste nördliche Berg Eurasiens. Für Anfänger ist er vergleichsweise einfach zu besteigen, für erfahrene Bergsteiger gibt es zudem anspruchsvolle Wege zum Gipfel.

Wissenswertes

Der Kebnekaise liegt in Lappland in einer Entfernung von 150 Kilometern nördlich des Polarkreises. Der westlich von Kiruna gelegene Berg ist in eine karge Gletscherlandschaft eingebettet und von vollkommen unberührter Natur umgeben. Wer den Berg erklimmen möchte, sollte eine gute Kondition und auch Schwindelfreiheit mitbringen. Zur Ausrüstung gehören Wander- und Regenkleidung, ein Rucksack für Proviant sowie Wanderschuhe oder -stiefel. Dabei ist das Schuhwerk besonders wichtig. Es sollte stabil und von guter Qualität sein. Zu empfehlen sind beispielsweise Boots von Timberland, die genau auf bergige und unebene Untergründe sowie Wind und Wetter ausgerichtet sind. Von dem Ort Nikkaluokta aus muss man zuerst zu Fuß einen 20 Kilometer langen Weg zur Fjällstation zurücklegen. Der Weg lässt sich um rund 6 Kilometer verkürzen, wenn man den See Laddjujaure mit dem Boot überquert. Von der Fjällstation aus führen dann zwei Wege verschiedener Schwierigkeitsgrade zum Gipfel hinauf. An der Station besteht ebenfalls die Möglichkeit, eine der täglich geführten Touren zu buchen.

Der Västra leden

Der Västra leden ist der Hauptweg und für unerfahrene Bergsteiger und Wanderer zu empfehlen. Hier benötigt man lediglich die bereits genannte Ausrüstung. Der Weg ist 10 Kilometer lang und man braucht je nach Kondition und Wetterlage etwa 10 bis 12 Stunden, um zum Gipfel und wieder zurück zur Station zu gelangen.

Der Östra leden

Für den zweiten Weg zum Gipfel, den Östra leden, benötigt man hingegen eine professionelle Kletterausrüstung. Zudem empfiehlt es sich, einen persönlichen Guide mitzunehmen, der das Areal kennt und erfahren im Bergsteigen ist. Einen solchen Führer kann man an der Fjällstation buchen. Der etwa 7 Kilometer lange Aufstieg bietet Passagen der Schwierigkeit I und II und beinhaltet fest montierte Eisendrähte und – sicherungen. Hat man den Gipfel erreicht, so kann man von dort aus eine atemberaubende Landschaft überblicken. Bei guter Wetterlage kann man die Aussicht von rund 10 Prozent des Landesgebiets von Schweden genießen. Für den Hin- und Rückweg benötigt man auf dieser Tour ungefähr 8 bis 10 Stunden. Noch anspruchsvoller ist der Aufstieg auf den Kaskasapakte, der ebenfalls im Kebnekaisemassiv liegt. Der als schwierigster Berg Schweden geltende Zweitausender ist ausschließlich etwas für erfahrene Bergsteiger.

Über Ronny Fischer

Ich arbeite seit Februar 2008 als Texterin und Redakteurin. Neben meiner Arbeit im Auftrag zahlreicher Unternehmen betreibe ich unter dem Dach der Textagentur More than Words can say mehrere Webseiten mit den Schwerpunkten Ostseeraum und Nordeuropa. In den vergangenen Jahren war ich sowohl für Unternehmen in Deutschland als auch in Österreich und der Schweiz tätig. Ich verfasse neben kurze Beiträge zu aktuellen internationalen Themen auch umfangreiche, mehrseitige Reportagen.
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