Old Ikateq in Grönland

Grönland ist eine einzigartige Insel, der es an Vielfalt und Charme nicht mangelt. Als größte Insel der Welt beheimatet sie zahlreiche Superlative, die es lohnt zu entdecken. Vielerorts trifft man aber auch auf die Spuren, die in den vergangenen Jahrhunderten hinterlassen wurden. So auch in der Umgebung von Tasiilaq, wo sich Old Ikateq in Grönland befindet. Old Ikateq wirkt heute bereits auf den ersten Blick verlassen und einsam. Es gibt nur noch wenig, was an die vergangene Funktion dieser Station erinnerte. Einst handelte es sich bei Old Ikateq in Grönland um eine Auftankstation. Zu Old Ikateq gehörte aber auch ein Krankenhaus, in dem ursprünglich die Schwerverletzten gepflegt wurden.

Geschichte von Old Ikateq in Grönland

Die Basis Old Ikateq in Grönland wurde über Jahre hinweg von den Amerikanern genutzt. Innerhalb weniger Stunden verließen sie die Basis jedoch Anfang der 1950er Jahre. Bei ihrer Flucht aus Old Ikateq ließen sie alles zurück. Nur kurze Zeit nach dem Verlassen der Amerikaner zog es die Inuit aus der Umgebung nach Old Ikateq. Sie holten sich von der Basis alles Brauchbare wie Kerosin und Ersatzteile. Die Inuit nutzten aber auch ganze Häuser. Sie bauten sie ab und brachten sie zu einem neuen Ort. Ein Beispiel dafür ist der Klubben in Tasiilaq. Auch er stand einst in Old Ikateq in Grönland.

Besuch von Old Ikateq in Grönland

Die Amerikaner verschwendeten als sie Old Ikateq in Grönland verließen, keinen Gedanken daran, welche Spätfolgen mit dem militärischen Müll für die Umwelt einhergehen. Aber auch die sozialen Auswirkungen, die die Basen auf die Bewohner von Grönland hatten, stießen bei den Amerikanern in keiner Art und Weise auf Interesse. Basen wie Old Ikateq führten auf Grönland zu einem übermäßigen Alkoholkonsum, zu Prostitution und letztlich auch zu verschiedenen Krankheiten. Es dauerte lange, bis diese Folgen von Seiten der Inuit zumindest in einzelnen Teilen abgeschüttelt werden konnten. Eben dies ist die andere Seite von Skandinavien.

Über Ronny Fischer

Ich arbeite seit Februar 2008 als Texterin und Redakteurin. Neben meiner Arbeit im Auftrag zahlreicher Unternehmen betreibe ich unter dem Dach der Textagentur More than Words can say mehrere Webseiten mit den Schwerpunkten Ostseeraum und Nordeuropa. In den vergangenen Jahren war ich sowohl für Unternehmen in Deutschland als auch in Österreich und der Schweiz tätig. Ich verfasse neben kurze Beiträge zu aktuellen internationalen Themen auch umfangreiche, mehrseitige Reportagen.
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