Laugarvatn in Island

Island hat sich bis heute weite Teile seines ursprünglichen Gesichts bewahren können. Die Nordatlantikinsel bietet ihren Besuchern eine beeindruckende Natur, die abwechslungsreicher kaum sein könnte. Bei Reisen auf Island trifft man inmitten der unberührten Natur immer wieder auf kleine Orte, die sich ihr traditionelles Gesicht bewahren konnten. Die Meisten von ihnen sind außerhalb von Skandinavien kaum bekannt. Zu ihnen gehört auch Laugarvatn in Island. Obwohl Laugarvatn nur ein 150-Seelen-Dorf ist, zählt es jedes Jahr vergleichsweise viele Besucher an. Der Grund dafür ist die Lage am Golden Circle. Ausgehend vom Golden Circle lässt sich der Ort sehr einfach erreichen. In den vergangenen Jahren entwickelte sich Laugarvatn, das am gleichnamigen See gelegen ist, zu einer Touristenhochburg an der Golden-Circle-Route. Zugleich ist es aber auch das Schulzentrum der Region.

Besonderheiten von Laugarvatn in Island

Es gibt viele Gründe, warum Laugarvatn für Touristen überaus attraktiv ist. Einer davon ist sicherlich die Nähe zu Gullfoss, Pingvellir und Geysir. Alle diese Orte lassen sich problemlos von Laugarvatn aus erreichen. Laugarvatn selbst hat für seine Besucher nur eine Attraktion zu bieten. Bei ihr handelt es sich um die Dampfsauna Gufubadid. Sie ist in weiten Gefilden von Island bekannt und befindet sich am Seeufer. Errichtet wurde sie über den heißen Quellen des Uferabschnitts. An dieser Stelle strömt der Dampf direkt aus der Erde und sorgt für ein wohlig warmes Gefühl. Schon früh prägte der Dampf Laugarvatn in Island in gewissen Formen.

Historie von Laugarvatn in Island

Der Dampf ist dafür verantwortlich, dass Laugarvatn zumindest mit zwei Ereignissen in den Annalen von Island zu finden ist. Der Geschichte zufolge haben es einige Männer nach der Einführung des Christentums im Jahr 1000 vorgezogen, sich in den heißen Quellen von Laugarvatn taufen zu lassen. Die Taufe der Männer aus Pingvellir hätte normalerweise im eiskalten Pingvallavatn erfolgen müssen. Zudem sollen die Leichen von Bischof Jón Arason und seinen Söhnen in den Quellen gewaschen worden sein, bevor man sie schließlich in Island beerdigte.

Über Ronny Fischer

Ich arbeite seit Februar 2008 als Texterin und Redakteurin. Neben meiner Arbeit im Auftrag zahlreicher Unternehmen betreibe ich unter dem Dach der Textagentur More than Words can say mehrere Webseiten mit den Schwerpunkten Ostseeraum und Nordeuropa. In den vergangenen Jahren war ich sowohl für Unternehmen in Deutschland als auch in Österreich und der Schweiz tätig. Ich verfasse neben kurze Beiträge zu aktuellen internationalen Themen auch umfangreiche, mehrseitige Reportagen.
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