Oodaqq in Grönland

Grönland hat sich als die größte Insel der Welt bis heute einen unverwechselbaren Charakter bewahren können und präsentiert diesen mit einer Vielzahl von Kontrasten. Viele Ziele haben sich heute bei Urlaubern einen Namen machen können, andere sind nahezu unbekannt. Zu letzteren gehört auch Oodaqq in Grönland. Hinter Oodaqq verbirgt sich eine sehr kleine Sand-, Kies- und Schlickbank, die nordöstlich von Grönland gelegen ist. In der Vergangenheit wurde sie immer wieder als die nördlichste Landfläche der Erde bezeichnet. Seit einigen Jahren gehen Experten davon aus, dass Oodaqq in Grönland nicht mehr besteht. Entdeckt wurde die Schlickbank erstmals 1978. Es war ein dänisches Erkundungsteam unter der Führung von Uffe Petersen, die Oodaqq ausmachten als sie auf der Kaffeklubben-Insel landeten.

Entdeckung von Oodaqq in Grönland

Das Ziel des dänischen Erkundungsteams war es zu belegen, dass es sich bei der Kaffeklubben-Insel um den nördlichsten Punkt handelt. In Richtung Norden bemerkte ein Mitglied des Teams einen dunklen Fleck im Eismeer. Mit einem Hubschrauber flog das Team zu der ausgemachten Stelle. Inmitten von Eisschollen entdeckten sie so eine kleine Stelle mit festem Land. Das Team gab diesem kleinen Stück Land den Namen Oodaqq. Die Schlickbank wurde nach dem Eskimo benannt, der den Forscher Robert Peary auf seiner Forschungsreise in Richtung Nordpol begleitete.

Besonderheiten von Oodaqq in Grönland

Lange Zeit widmete man sich intensiv Oodaqq in Grönland, sodass die Bank in ganz Skandinavien bekannt wurde. Im Allgemeinen werden Sand- und Kiesbänke dieser Art jedoch bis heute nicht als Landfläche bezeichnet. Der Grund dafür ist ihre Unbeständigkeit. So sind sie in der Regel nicht dauerhaft vorhanden. Aus diesem Grund wurde über Jahre hinweg darüber gestritten, ob es sich bei Oodaqq in Grönland um eine Insel handelt. 2001 konnte die Existenz dieser Schlickbank zum letzten Mal bestätigt werden. In den folgenden Jahren wurde immer wieder davon berichtet, dass Oodaqq bereits seit geraumer Zeit verschwunden sei.

Über Ronny Fischer

Ich arbeite seit Februar 2008 als Texterin und Redakteurin. Neben meiner Arbeit im Auftrag zahlreicher Unternehmen betreibe ich unter dem Dach der Textagentur More than Words can say mehrere Webseiten mit den Schwerpunkten Ostseeraum und Nordeuropa. In den vergangenen Jahren war ich sowohl für Unternehmen in Deutschland als auch in Österreich und der Schweiz tätig. Ich verfasse neben kurze Beiträge zu aktuellen internationalen Themen auch umfangreiche, mehrseitige Reportagen.
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