Vatsnes in Island

Island hat sich den Charme bewahren können, der seit Jahrhunderten die Insel im Nordatlantik prägt. Es ist die Einfachheit und die Schönheit der Natur, die die Menschen, die sie besuchen, fasziniert. Vielerorts macht es den Anschein als würde man auf eine eigene, ganz kleine Welt stoßen, die abseits des Trubels für Begeisterung sorgt. Zu diesen Orten gehört auch Vatsnes in Island. Vatsnes ist eine kleine Halbinsel, die in der Region von Hvammstangi liegt. Die Insel an sich ist überaus flach und wird von einer langen Küstenlinie geprägt. Sie kann heute im Rahmen einer rund 80 km langen Strecke umrundet werden. Die Umrundung von Vatsnes führt überwiegend entlang der Küste. Typisch für die Halbinsel sind die zahlreichen Seehunde, die auf ihr ihre Zeit in der Sonne verbringen.

Zu Gast auf Vatsnes

Vor allem in der Bucht Hindisvík, die an der Nordspitze von Ósar liegt, tummeln sich täglich zahlreiche Seehunde, die bei den Gästen der Insel für Begeisterung sorgen. Im Osten von Vatsnes wurde bei Ósar ein Wall aus Geröll aufgeschüttet. Durch den Wall können die Seehunde heute wesentlich besser aus der Nähe beobachtet werden und gehören und zu den wichtigsten Attraktionen von Vatsnes. Seit Jahrzehnten stehen die Seehunde in Island unter besonderem Schutz. Mittlerweile lassen sie sich von den meisten Menschen, die sie beobachten, beim Faulenzen nicht mehr stören.

Die Besonderheiten von Vatsnes

Neben den Seehunden bietet Vatsnes zahlreiche interessante Punkte, die es lohnt zu entdecken. Dazu gehört auch der Hvitserkur. Der Weißkittel ist ein Felsen an der Ostseite der Halbinsel, der von der Brandung umspült wird und mit 15 m gen Himmel ragt. Er liegt direkt am Húnafjördur. Jedes Jahr brüten auf diesem überwiegend die Kormorane und die Dreizehenmöwen. Durch die Exkremente der Vögel hat der Felsen in den vergangenen Jahren seinen Namen erhalten. Wie überall auf Island begegnet man auch an diesem Felsen einer alten Trollgeschichte, die man im Urlaub nicht aus den Augen verlieren sollte. Bei dieser Geschichte soll ein Troll versucht haben, das Kloster von Pingeyri mit Steinen beworfen zu haben. Einmal mehr wurde er dabei von der Sonne überrascht, sodass er heute die kreischenden und brütenden Vögel ertragen muss.

Über Ronny Fischer

Ich arbeite seit Februar 2008 als Texterin und Redakteurin. Neben meiner Arbeit im Auftrag zahlreicher Unternehmen betreibe ich unter dem Dach der Textagentur More than Words can say mehrere Webseiten mit den Schwerpunkten Ostseeraum und Nordeuropa. In den vergangenen Jahren war ich sowohl für Unternehmen in Deutschland als auch in Österreich und der Schweiz tätig. Ich verfasse neben kurze Beiträge zu aktuellen internationalen Themen auch umfangreiche, mehrseitige Reportagen.
Dieser Beitrag wurde unter Island abgelegt und mit , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *