Putorsuaq auf Grönland

Grönland präsentiert sich noch heute mit einer Einfachheit, die zweifelsohne den Charme der Insel ausmacht. Als größte Insel der Welt ist sie reich an Besonderheiten, die es lohnt zu entdecken. Viele haben sich den Zauber der Vergangenheit bewahren können, andere sind zu bekannten Zielen geworden. Eine wahre Perle ist Putorsuaq auf Grönland. Putorsuaq liegt in der Umgebung von Qasigiannguit und kann am besten während eines Ausflugs entdeckt werden. Die Region ist reich an Orten, die im Rahmen von Wanderungen erkunden werden können. Mit Putorsuaq auf Grönland präsentiert sich die bekannte Bings-Höhle, die in den vergangenen Jahren zu einem beliebten Ziel der zahlreichen Urlauber wurde.

Putorsuaq – die Bings-Höhle

Putorsuaq liegt am südlichen Ausläufer des bekannten Qaqqarsuaq. Sie führt direkt in den Berg hinein, lässt sich heute aber vergleichsweise schwer erkunden. In den vergangenen Jahrzehnten ist ein Felsen vor den Eingang gestürzt, sodass die Bings-Höhle auf Grönland fast vollständig verschlossen ist. Ihren Namen bekam sie durch Andreas Bing verliehen. Bing war der erste Missionar in Qasigiannguit. Er arbeite 1734 und 1735 in der Region. Während seiner Art litt er immer wieder an Depressionen. Gerade in dieser Zeit suchte er Zuflucht in der Putorsuaq. Bevor die Höhle durch Andreas Bing entdeckt wurde, war sie den Inuit bekannt.

Besonderheiten von Putorsuaq

Über Jahre hinweg wurde die Putorsuaq durch die Inuit genutzt. Die Angakok erteilten ihren Schülern in der Höhle Unterricht. Als Angakok wurden die Schamanen der Inuit bezeichnet, die den Überlieferungen zufolge über besondere Kräfte verfügten. Neben der Putorsuaq soll es in dem Berg eine zweite Höhle geben. Beide sind miteinander verbunden. Die zweite Höhle soll direkt unter dem Berg des Gipfels liegen. Auf dem Weg zur Putorsuaq passiert man den ersten Siedlungsplatz der Region. Er war 1734 in diesen Gefilden zu finden. Heute erinnern nur noch die Fundamente an die einstige Besiedlung. In der Nähe von Putorsuaq findet man die bekannte Granatbucht. In ihr kann man noch heute nathaltigen Glimmerschieder finden. Trotz seiner schönen Optik kann er bis heute nicht als Schmuckstein genutzt werden, sodass er auch in Grönland vergleichsweise ungenutzt blieb. In der Region findet man zahlreiche Wanderrouten, die in das einsame Hinterland führen und gerade aus diesem Grund bekannt sind.

Über Ronny Fischer

Ich arbeite seit Februar 2008 als Texterin und Redakteurin. Neben meiner Arbeit im Auftrag zahlreicher Unternehmen betreibe ich unter dem Dach der Textagentur More than Words can say mehrere Webseiten mit den Schwerpunkten Ostseeraum und Nordeuropa. In den vergangenen Jahren war ich sowohl für Unternehmen in Deutschland als auch in Österreich und der Schweiz tätig. Ich verfasse neben kurze Beiträge zu aktuellen internationalen Themen auch umfangreiche, mehrseitige Reportagen.
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