Ilulissat auf Grönland

Grönland ist ein beliebtes Reiseziel, das abwechslungsreicher und schöner kaum sein könnte. Erst in den letzten Jahren hat der Tourismus auf Grönland Einzug halten können. Doch obwohl es mittlerweile immer mehr Menschen gibt, die die Insel besuchen, hat sich Grönland bis heute seine Ursprünge bewahren können. Zu den bekanntesten Touristenorten gehört Ilulissat auf Grönland. Ilulissat ist wahrscheinlich der einzige Ort der Insel, den man als Touristenhochburg bezeichnen kann. Heute profitiert der Ort vor allem von der unmittelbaren Lage am bekannten Eisfjord, der für eine atemberaubende Kulisse sorgt. Bereits seit den 1990er Jahren verzeichnet Ilulissat eine beeindruckende Entwicklung, die heute gern mit dem Smilla-Effekt begründet wird.

Die Geschichte von Ilulissat

Während Ilulissat heute ein sehr beliebtes Reiseziel der Insel ist, hatte der Ort in der Vergangenheit immer wieder mit erheblichen Problemen zu kämpfen. Viele Probleme hatten dabei soziale Ursprünge und machten den Einheimischen zu schaffen. Dazu gehörte vor allem der Branntwein, der über Jahre hinweg von den Dänen importiert wurde. Doch er war nur eines von vielen sozialen Problemen. Ein wesentlich größeres war der Kaffeekonsum. Da die Dänen wesentlich mehr Kaffee nach Grönland importierten als sie selbst genossen, war der Kaffeekonsum so hoch, dass die Inuit teilweise nicht mehr dazu in der Lage waren zur Jagd zu gehen. In der Vergangenheit handelte es sich bei Ilulissat um eine wichtige Handelskolonie, deren Entwicklung jedoch gemeinsam mit dem Walfang stoppte. Erst als der Ort die Rolle einer Missionsstation einnahm, konnte Ilulissat an neuem Schwung gewinnen.

Die Besonderheiten Ilulissat

Besucht man Ilulissat auf Grönland sollte man sich Zeit nehmen. Nicht nur der Ort, sondern auch die Umgebung ist einen Besuch wert. Ilulissat erinnert heute gern an die drei bekanntesten Söhne. Neben Knud Rasmussen handelt es sich um den Pfarrer Mathias Storch. Aber auch Jorgen Bronlund wird heute oft mit Ilulissat in Verbindung gebracht. Noch heute trifft man in dem Ort auf ein gelungenes Nebeneinander von Moderne und Traditionen. Neben zwei Fischfabriken beheimatet Ilulissat einen großen Hafen und einen Flughafen, der bereits 1984 erbaut wurde. Der Ort ist reich an Hotels, Restaurants und großen Geschäften, die bis heute vor allem die Besucher anziehen und den Einheimischen als Arbeitsplatz dienen.

Über Ronny Fischer

Ich arbeite seit Februar 2008 als Texterin und Redakteurin. Neben meiner Arbeit im Auftrag zahlreicher Unternehmen betreibe ich unter dem Dach der Textagentur More than Words can say mehrere Webseiten mit den Schwerpunkten Ostseeraum und Nordeuropa. In den vergangenen Jahren war ich sowohl für Unternehmen in Deutschland als auch in Österreich und der Schweiz tätig. Ich verfasse neben kurze Beiträge zu aktuellen internationalen Themen auch umfangreiche, mehrseitige Reportagen.
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