Finnland und Rauma

Finnland und seine Kultur sind in allen Regionen allgegenwärtig. Noch heute findet man die Züge der Vergangenheit, die an die Historie erinnern. Zu einer der bekanntesten Städte gehört Rauma in Finnland. Heute leben in der Stadt rund 38.000 Menschen. Es ist vor allem die Geschichte, die sie zu einem beliebten Ziel macht. So präsentiert sich mit Rauma die drittälteste Stadt in Finnland. In ihr findet sich die größte Holzhausstadt der nordischen Länder. Aufgrund ihrer Einzigartigkeit wurde sie von der UNESCO in die Liste der Weltkulturerben aufgenommen. Vielen Reisenden fällt bei einem Besuch von Rauma der spezielle Dialekt auf. Er wird von den Finnen in anderen Teilen des Landes nur schwer verstanden.

Geschichte von Rauma

Rauma in Finnland erhielt bereits 1442 das Stadtrecht. Um 1550 wurde die Stadt für eine kurze entvölkert. Die Bewohner erhielten zu dieser Zeit den Befehl, in das neu gegründete Helsinki umzuziehen. Erst nach einigen Jahren durften sie in ihre eigentliche Heimat zurückkehren. Ihre Blüte erlebte Rauma im 17. Jahrhundert als sich die Schifffahrt in der Stadt etablieren konnte. In fremden Ländern lernten die Seeleute der Stadt das Spitzenklöppel, das noch heute als eine der schönsten Traditionen ihren Platz findet.

Sehenswürdigkeiten in Rauma

Heute ist Rauma reich an Sehenswürdigkeiten, die es lohnt zu entdecken. Viele finden ihre Ursprünge in den längst vergangenen Jahrhunderten. Es ist vor allem die Altstadt, die zu den schönsten Zielen gehört. Sie erstreckt sich über eine Fläche von 28 Hektar und ist somit der größte zusammenhängende Holzhauskomplex in Skandinavien. Die Holzhäuser stammen überwiegend aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Die Wurzeln der Altstadt selbst liegen jedoch im 16. Jahrhundert. Über 300 Jahre lang wurde Rauma von Bränden verschont und konnte sich so den Charme der Historie bewahren. Zur Altstadt gehört die Heilig-Kreuz-Kirche, deren Ursprünge auf ein altes Franziskanerkloster zurückgehen. In dem Alten Rathaus aus dem Jahr 1776 kann heute ein Museum entdeckt werden. In diesem werden zahlreiche Miniaturmodelle ausgestellt, die sich den Segelschiffen von Rauma widmen. Das Bürgerhaus Marela wurde im 19. Jahrhundert errichtet und beheimatet heute ein Museum. Eine wahre Augenweide ist das Lönnström Kunstmuseum, das in einem Gebäude aus dem Jahr 1912 untergebracht wurde.

Über Ronny Fischer

Ich arbeite seit Februar 2008 als Texterin und Redakteurin. Neben meiner Arbeit im Auftrag zahlreicher Unternehmen betreibe ich unter dem Dach der Textagentur More than Words can say mehrere Webseiten mit den Schwerpunkten Ostseeraum und Nordeuropa. In den vergangenen Jahren war ich sowohl für Unternehmen in Deutschland als auch in Österreich und der Schweiz tätig. Ich verfasse neben kurze Beiträge zu aktuellen internationalen Themen auch umfangreiche, mehrseitige Reportagen.
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