Patreksfjördur in Island

Island beheimatet zahlreiche kleine Orte, von denen die Meisten bis heute kaum im Tourismus bekannt sind. Sie haben sich den Charme bewahren können, der sie seit jeher prägt. Doch auch wenn sie kaum bekannt sind, gibt es immer wieder Urlauber, die sich in sie verirren. Zu diesen Orten gehört auch Patreksfjördur in Island. Patreksfjördur liegt an den Westfjorden und beheimatet nur rund 700 Einwohner. Der Ort gehört zu den größten der Region und verdankt seinen heutigen Namen irischen Siedlern. Sie haben ihn nach dem in Irland bekannten Heiligen Patrick benannt. Erst im späten 19. Jahrhundert begann sich Patreksfjördur zu entwickeln. Zu dieser Zeit wurden auf zwei kleinen Halbinseln Fischerhütten errichtet, die sich mit den Jahren zum Ortskern entwickelt haben.

Die Umgebung von Patreksfjördur

Patreksfjördur wird von zahlreichen Bergen geprägt, die sich im Schatten des Ortes erheben. Sie zeichnen ein beeindruckendes Bild, das vor allem im Sommer für außergewöhnliche Impressionen sorgt. Während des Winters bestimmt die Dunkelheit das Leben in Patreksfjördur. Nur für kurze Zeit schafft es die Sonne über die Bergkette zu klettern. In der Vergangenheit wurde Patreksfjördur immer wieder von Lawinen heimgesucht. Einige haben einen beachtlichen Schaden hinterlassen. Während des Winters gilt die Umgebung als sehr schneesicher. In der Nähe von Patreksfjördur trifft man auf den kleinen Ort Bildudalur.

Der Ort Bildudalur

Bis heute leben in dem Ort Bildudalur nur rund 200 Einwohner. Der kleine Ort hinterlässt bereits auf den ersten Blick einen charmanten Eindruck. Durch die Lage am Arnarfjödur blickt er auf eine lange Geschichte als Fischerei- und Handelsplatz zurück, die ihre Ursprünge im 16. Jahrhundert findet. Der Ort an sich hat kaum etwas Sehenswertes zu bieten. Interessant ist jedoch die Umgebung. So gelangt man auf einer holprigen Strecke nach Selárdalur. Die Landzunge ist vor allem aufgrund der schönen Strände bekannte, die durch feinen Sand geprägt werden. Selárdalur selbst beheimatet zahlreiche verfallene Küstenhäuser, die an die Geschichte erinnern. Sehenswert sind vor allem die Betonskulpturen des Künstlers Samúel Jónsson, der als sehr eigenwillig bekannt ist. Er lebte von 1884 bis 1969. Bildudalur ist ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge an den Westfjorden. Mehrere Strecken lassen sich ausgehend von dem Ort sehr einfach erreichen.

Über Ronny Fischer

Ich arbeite seit Februar 2008 als Texterin und Redakteurin. Neben meiner Arbeit im Auftrag zahlreicher Unternehmen betreibe ich unter dem Dach der Textagentur More than Words can say mehrere Webseiten mit den Schwerpunkten Ostseeraum und Nordeuropa. In den vergangenen Jahren war ich sowohl für Unternehmen in Deutschland als auch in Österreich und der Schweiz tätig. Ich verfasse neben kurze Beiträge zu aktuellen internationalen Themen auch umfangreiche, mehrseitige Reportagen.
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Eine Antwort auf Patreksfjördur in Island

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