Ven in Schweden

Schweden beheimatet zahlreiche Besonderheiten, die sich im Tourismus des Landes eine feste Position erarbeiten konnten. Einige sind bis heute jedoch vergleichsweise unbekannt und gelten als die kleinen Highlights des Landes. Dazu gehört auch Ven in Schweden. Mit Ven präsentiert sich die Insel für Sterngucker. Das kleine Eiland ist nur 7,5 km² groß und liegt im Öresund. Bekannt ist Ven vor allem als Ausflugsziel während des Sommers. Landschaftlich wird die Insel durch Wald, Felder und durch zahlreiche Wiesen geprägt. Aber auch Klippen und imposante Dünen säumen ihre Küste. Einst schrieb Ven Wissenschaftsgeschichte und genau aus diesem Grund ist das Eiland bis heute bekannt.

Die Geschichte von Ven

Bekannt ist Ven vor allem aufgrund des Astronomen Tycho Brahe. Er war einst der Herr der Insel und nutzte sein Domizil, um nach den Sternen zu greifen. Im Jahr 1572 gelang es ihm ohne Teleskop eine Supernova im Sternbild Kassiopeia zu entdecken. Dadurch konnte er bahnbrechende Erkenntnisse über die Bewegung der Planeten definieren. Noch heute erinnern auf Ven vieles an Brahe und seine Entdeckungen. Zu den Besonderheiten der Insel gehören die spärlichen Fundamente von Schloss Uraniborg. 1576 ließ sich Brahe das Schloss am höchsten Punkt der Insel, der gerade einmal 45 m über dem Meeresspiegel lag, errichten. Brahe war der Spross eines einflussreichen Adelsgeschlechtes und wurde durch den dänischen König zum Herrn über Ven berufen. Brahe nutzte Einnahmen aus verschiedenen Gütern, um ein Forschungsprogramm zu fördern.

Sehenswürdigkeiten auf Ven

Ven beheimatet sicherlich zahlreiche Besonderheiten, die landschaftlichen Ursprung sind, doch die bekanntesten Sehenswürdigkeiten widmen sich Tycho Brahe. So findet man auf der Insel das Tycho-Brahe-Museum. Es wurde 2005 in der einstigen Gemeindekirche Allhelgonakyrkan eingerichtet. Zu den wichtigsten Exponaten gehören die wissenschaftlichen Instrumente und ein Stahlquadrant. Der astronomische Sextant wurde einst durch Experten aus Tschechien rekonstruiert. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten gehört der Weg der Planeten, der auf Ven errichtet wurde. Er beginnt am Sonnenmodell des Museum und ist als Planetstigen ausgeschrieben. Er führt bis zum Hafen nach Bäckviken. Immer wieder stößt man während seines Verlaufs auf Planeten, die in ihrem Verhältnis zur Sonne dargestellt werden. Leider passen nicht alle vorhandenen Inseln auf Ven, sodass man auf Uranus und Neptun bei der Anlage des Weges verzichten musste.

Über Ronny Fischer

Ich arbeite seit Februar 2008 als Texterin und Redakteurin. Neben meiner Arbeit im Auftrag zahlreicher Unternehmen betreibe ich unter dem Dach der Textagentur More than Words can say mehrere Webseiten mit den Schwerpunkten Ostseeraum und Nordeuropa. In den vergangenen Jahren war ich sowohl für Unternehmen in Deutschland als auch in Österreich und der Schweiz tätig. Ich verfasse neben kurze Beiträge zu aktuellen internationalen Themen auch umfangreiche, mehrseitige Reportagen.
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