Qqaatsut auf Grönland

Grönland beheimatet zahlreiche kleine Siedlungen, in denen bis heute nur wenige Menschen leben. Die meisten Orte dieser Art bleiben noch immer vom internationalen Tourismus verschont und haben sich aus diesem Grund ihre Ursprünglichkeit bewahren können. Nicht zuletzt sind sie als Reiseziele auf Grönland kaum bekannt. Einer dieser Orte ist Qqaatsut auf Grönland. Der Ort befindet sich in der Nähe von Ilulisaat. Er kann im Rahmen einer zweitägigen Wanderung erreicht werden. Sehr empfehlenswert ist eine kombinierte Tour, bei der einzelne Passagen mit dem Boot gemeistert werden. Bis heute ist Qqaatsut ein ruhiger Ort. So leben in den wenigen Häusern, die die kleine Siedlung bilden, nur rund 40 Einwohner.

Die Geschichte von Qqaatsut

Obwohl Qqaatsut auf Grönland sehr klein ist und nur wenige Menschen die Siedlung als Heimatort nutzen, blickt sie heute auf eine lange Geschichte zurück. Immerhin siedelten bereits im 17. Jahrhundert die ersten Menschen in Qqaatsut. Dabei wurde der Ort während seiner Anfänge durch die Inuit und einige Holländer, die sich hier niederließen, geprägt. Im 17. Jahrhundert entdeckten die Holländer den Platz als idealen Walfangplatz. Aufgrund des Walbluts im Wasser erhielt der Ort sehr schnell den Beinamen Rodebay, was im Deutschen mit roter Bucht übersetzt werden kann. Bis heute ist der Walfang in Qqaatsut allgegenwärtig. An der alten Anlandestelle, die bereits seit Jahrhunderten besteht, werden noch heute Wale zerlegt. Sogar die Jäger aus Ilulisaat kommen nach Qqaatsut, um die Wale zu zerlegen.

Tourismus in Qqaatsut

In den vergangenen Jahren hat sich als Qqaatsut auf Grönland als beliebter Reiseort einen Namen machen können. Durch die Initiative von Greenland Tours Elke Meissner wurden einige Unterkünfte geschaffen. Außerdem entstand ein sehr gemütliches Restaurant, dessen Angebote man sich bei einem Besuch nicht entgehen lassen sollte. In dem Gästehaus von Qqaatsut können heute bis zu acht Personen übernachten. Es wurde im ehemaligen Laden der Königlich Grönländischen Handelsgesellschaft untergebracht. Das Restaurant befindet sich hingegen in einem alten Lagerhaus. Das Restaurant wird seit 1997 durch das deutsche Ehepaar Uta und Ingo Wolf betrieben. Sie  sind nach Grönland ausgewandert und haben sich mit dem kleinen Restaurant einen Namen machen können. Zudem gibt es in dem Ort einen Laden, eine kleine Post und eine Schule. Die Schule von Qqaatsut wird nur von zehn Schülern besucht.

Über Ronny Fischer

Ich arbeite seit Februar 2008 als Texterin und Redakteurin. Neben meiner Arbeit im Auftrag zahlreicher Unternehmen betreibe ich unter dem Dach der Textagentur More than Words can say mehrere Webseiten mit den Schwerpunkten Ostseeraum und Nordeuropa. In den vergangenen Jahren war ich sowohl für Unternehmen in Deutschland als auch in Österreich und der Schweiz tätig. Ich verfasse neben kurze Beiträge zu aktuellen internationalen Themen auch umfangreiche, mehrseitige Reportagen.
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