Maniitsoq in Grönland

Grönland beheimatet mehrere Halbinseln, die durch ihre Landschaft oft einen bizarren Eindruck hinterlassen. Über die Jahre hinweg entstanden auf einigen Halbinseln Orte, die noch heute oft durch Einfachheit geprägt werden. Zu diesen Orten gehört auch Maniitsoq in Grönland. Der Name Maniitsoq kann mit „unebener Ort“ übersetzt werden. Der Name beschreibt die Halbinsel, auf der Maniitsoq lieg. Die hügelige Halbinsel wird durch ein alpines Hinterland begrenzt, das bereits auf den ersten Blick einen bizarren Eindruck hinterlässt. Maniitsoq ist ein sehr breitgezogener Ort. Aufgrund der landschaftlichen Beschaffenheit war es kaum möglich hohe Gebäude zu errichten. Viele Flächen, auf denen sich heute Gebäude befinden, wurden einst mühsam gesprengt. Nur dadurch konnten einzelne ebene Flächen geschaffen werden, auf denen die Bebauung ermöglicht wurde.

Die Besonderheiten von Maniitsoq

Heute leben in Maniitsoq rund 2900 Menschen. Zu der Kommune gehören die kleineren Orte Atammik, Napassoq und Kangaamiut. Kangaamiut beheimatet selbst 400 Einwohner und ähnelt aufgrund der Größe einer kleinen Stadt in Grönland. Zu den Besonderheiten von Maniitsoq gehört die beeindruckende Gebirgslandschaft, die sich vor der Insel erhebt und wie eine Tatze aus der Eiskappe ragt. Die Gebirgskette reicht angefangen vom Fjord Sondre Istortoq bis zum Fjord Kangerlussuaq. Teilweise erreichen die Berge eine Höhe von bis zu 2000 m. Die Kommune Maniitsoq erstreckt sich über Areal, das so groß ist wie die Schweiz. Trotzdem ist der Teil der Fläche, der genutzt werden kann, mit 17.000 km² vergleichsweise klein.

Zu Gast in Maniitsoq

Prägend für Maniitsoq sind die extremen Temperaturen, die sowohl für die Einheimischen als auch für die Besucher einer besonderen Herausforderung gleichen. Im Sommer werden in Maniitsoq Temperaturen von bis zu 20° Celsius erreicht. Hingegen muss im Winter mit bis zu -40° Celsius mit extremer Kälte gerechnet werden. Das Gestein, das noch heute in der Kommune zu finden ist, gehört geologisch zum ältesten der Erde. So ist dieses rund 3,5 Milliarden Jahre alt. Maniitsoq ist zugleich für ein Edelsteinvorkommen bekannt. Sowohl Diamanten als auch Rubine und Lazurit sind in der Region zu finden. Der Lazurit wird überwiegend als Maniitsoq-Stein bezeichnet. Funde aus dem Gebiet zeigen, dass die Siedlungsgeschichte des Ortes bis in die Saqqaq-Kultur zurückreicht. In dem Ortsmuseum der Kommune kann man sich noch heute über die Historie informieren.

Über Ronny Fischer

Ich arbeite seit Februar 2008 als Texterin und Redakteurin. Neben meiner Arbeit im Auftrag zahlreicher Unternehmen betreibe ich unter dem Dach der Textagentur More than Words can say mehrere Webseiten mit den Schwerpunkten Ostseeraum und Nordeuropa. In den vergangenen Jahren war ich sowohl für Unternehmen in Deutschland als auch in Österreich und der Schweiz tätig. Ich verfasse neben kurze Beiträge zu aktuellen internationalen Themen auch umfangreiche, mehrseitige Reportagen.
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