Dragor in Dänemark

Dänemark konnte sich trotz des modernen Anstrichs, den das Land in den vergangenen Jahren erhielt, die eigenen Wurzeln bewahren. Überall im Land trifft man auf Traditionen und Reminiszenzen an die Historie. Eine Mischung zwischen Geschichte und Moderne präsentiert sich Gästen in Dragor in Dänemark. Der Ort befindet sich rund 12 km von der Innenstadt von Kopenhagen entfernt und war lange Zeit vor allem als Abfahrtsort der Fähren bekannt, die Gäste ins schwedische Limhamn brachte. Heute begeistert Dragor mit einem malerischen Ortsbild, das Dänemark von seiner wohl schönsten Seite zeigt. Die Fährverbindung ins das nahegelegene Limhamn besteht seit Eröffnung der Öresundbrücke nicht mehr.

Die Besonderheiten von Dragor

Heute ist Dragor vielmehr ein Ort, in dem die Menschen Zuflucht vor dem lebendigen Treiben in Kopenhagen suchen. Dabei nutzen nicht nur ausländische Urlauber Dragor für erholsame Tage. Auch die Dänen selbst haben die Vorzüge des Ortes kennen und zugleich lieben lernen können. Heute blickt er auch eine abwechslungsreiche Geschichte zurück. Im Mittelalter präsentierte sich mit ihm ein Zentrum für den Heringshandel im Ostseeraum. In späteren Jahrhunderten waren die Bewohner von Dragor als Schiffslotsen für Fahrten durch den Öresund bekannt. Hierfür erhielten die Häuser des Ortes die sogenannten Kikkenborg. Noch heute finden sich viele Häuser, die über eben diese Aussichtstürme verfügen.

Die Sehenswürdigkeiten von Dragor

Der größte Aussichtsturm, der an die Geschichte der Schiffslotsen erinnert, befindet sich am Lodshuset. Noch heute trifft man in dem Haus auf die Zentrale des einheimischen Lotsendienstes. Diese wurde bereits 1684 gegründet. Über Jahrzehnte hinweg verfügte Dragor in Dänemark nicht über einen eigenen Hafen. Aus diesem Grund wurden die Boote an Land auf einen Sandstreifen gezogen. Erst im Jahr 1520 begannen Niederländer damit einen Hafen aus dem Store Magleby zu errichten. Mit dem Bau des Hafens wurde die Blütezeit von Dragor eingeleitet. Rasant entwickelte sich der Ort weiter und gewann an Größe. Im 19. Jahrhundert handelte es sich bei Dragor um die drittgrößte Hafenstadt in Dänemark. Heute erinnert die liebevoll gestaltete Marina an diese Tradition. Im ehemaligen Rathaus wurde das Museum von Dragor untergebracht. In diesem kann man noch heute in die Geschichte der Hafenstadt eintauchen. Die Exponate, die im Hafenspeicher untergebracht sind, erinnern noch heute an die Seefahrtsvergangenheit von Dragor in Dänemark.

Über Ronny Fischer

Ich arbeite seit Februar 2008 als Texterin und Redakteurin. Neben meiner Arbeit im Auftrag zahlreicher Unternehmen betreibe ich unter dem Dach der Textagentur More than Words can say mehrere Webseiten mit den Schwerpunkten Ostseeraum und Nordeuropa. In den vergangenen Jahren war ich sowohl für Unternehmen in Deutschland als auch in Österreich und der Schweiz tätig. Ich verfasse neben kurze Beiträge zu aktuellen internationalen Themen auch umfangreiche, mehrseitige Reportagen.
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