Wikinger auf Grönland

Grönland begeistert als beeindruckende Insel mit einer einzigartigen Landschaft. Nicht selten gewinnt man beim Besuch den Eindruck, dass es sich um das Ende der Welt handelt. Heute blickt Grönland auf eine lange und zugleich abwechslungsreiche Geschichte zurück. In dieser spielten die Wikinger auf Grönland eine entscheidende Rolle. Über Jahrzehnte waren sie auf der Insel präsent und haben sie in vielerlei Bereichen geprägt. Wikinger Gunnbjörn Úlfsson war der Erste, der vermutlich um das Jahr 9000 auf der Grönland landete. Eigentlich war er auf dem Weg nach Island.  Allerdings wich er während seiner Reise von dem Kurs ab und gelangte schließlich zu einer ihm fremden Küste. Úlfsson berichtete von einer Region, die durch Schären und Eisberge geprägt wurde. Aber auch von einer Landschaft, die menschenfeindlich und öde zugleich war.

Besiedlung durch Wikinger auf Grönland

Jahrzehnte später musste schließlich Erik der Rote nach Grönland aufbrechen. Nach einem tödlich ausgegangenen Streit musste er Island, seine Heimat, verlassen. Im Jahre 982 machte er sich ausgehend von Snaerfellsnes auf die Suche nach dem Land, das einst von Úlfsson beschrieben wurde. Schließlich erreichte er die Küste von Grönland. Den ersten Kontakt mit der Insel machte er vermutlich in der Gegend vom heutigen Ammassalik. Ausgehend von dort segelte er die Küste entlang und begab sich auf die Suche nach einem Ort, der für eine Besiedelung geeignet war. Erst beim 61. Breitengrad konnte Erik der Rote einen Ort finden, der sich als Siedlungsplatz anbot. Es handelte sich um den Eiriksfjord.

Der Hof Brattahlid auf Grönland

Erik der Rote gründete am Eiriksfjord schließlich den Hof Brattahlid und somit die erste Siedlung auf Grönland. Seine Erkundungsfahrten führten bis zur bekannten Diskobucht von Grönland. In den folgenden Jahren kehrte er auch in seine Heimat, nach Island, zurück. Als er in Island ankam berichtete er von dem Land, das er entdeckte. Er beschrieb es als Grünland und erzählte von saftigen Weideflächen und guten Bedingungen für die Gründung neuer Siedlungen. Erst nach einiger Zeit fand Erik der Rote 700 Isländer, die bereit waren, ihn nach Grönland zu begleiten. In den folgenden Tagen brachen insgesamt 25 Schiffe auf. Nur 14 erreichten schließlich auch das Land, von dem der Wikinger berichtete.

Über Ronny Fischer

Ich arbeite seit Februar 2008 als Texterin und Redakteurin. Neben meiner Arbeit im Auftrag zahlreicher Unternehmen betreibe ich unter dem Dach der Textagentur More than Words can say mehrere Webseiten mit den Schwerpunkten Ostseeraum und Nordeuropa. In den vergangenen Jahren war ich sowohl für Unternehmen in Deutschland als auch in Österreich und der Schweiz tätig. Ich verfasse neben kurze Beiträge zu aktuellen internationalen Themen auch umfangreiche, mehrseitige Reportagen.
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Eine Antwort auf Wikinger auf Grönland

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