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Haukadalur in Island
Von Nancy Fischer | 27.August 2010
Island bietet Aktivliebhabern und Naturfreunden ein unverwechselbares Panorama, das ab dem ersten Moment begeistern kann. In den vergangenen Jahren haben zahlreiche Routen an internationaler Bedeutung gewinnen. Dazu gehört auch die Golden-Circle-Route. Über sie erreicht man mit Haukadalur in Island ein besonderes Highlight. Haukadalur liegt in der Nähe von Gullfoss und kann somit ausgehend vom Wendepunkt der Golden-Circe-Route erreicht werden. Mit ihr präsentiert sich das bekannteste Geothermalgebiet von Island. Heute ist Haukadalur überwiegend unter dem Namen Geysir bekannt. Das Wort stammt aus dem Altnordischen und wird mittlerweile für alle Springquellen weltweit genutzt. In Island bezeichnet man sie auch als goshver. Der Stóri-Geysir ist die einzige Springquelle auf Island, die diese Bezeichnung im eigenen Namen trägt.
Der Große Geysir von Haukadalur
Bis heute ist der Entstehungszeitpunkt vom Großen Geysir vergleichsweise unbekannt. In der frühen Besiedlungsgeschichte der Region wird er nicht erwähnt. Dabei lebte auf dem Hof Haukadalur mit Ári Progilsson einer der wichtigsten Chronisten der Epoche. Aufgrund von Steinablagerungen gehen Geologen heute davon aus, dass der Große Geysir vor rund 10.000 Jahren entstanden ist. Rund um das Austrittsloch finden sich zahlreiche Sinterablagerungen, die Rückschlüsse auf das Alter ermöglichten. Der Große Geysir hatte bei der Ankunft der ersten Siedler in Haukadalur wahrscheinlich eine Ruhephase. Im 13. Jahrhundert meldete er sich jedoch imposant zurück. In dieser Zeit erschütterte ein starkes Erdbeben den Süden von Island. Auch in den folgenden Jahrhunderten wurde die Region immer wieder durch Erdbeben erschüttert.
Die Besonderheiten von Haukadalur
Die Stärke des Großen Geysirs wird von vielen Umgebungseinflüssen bestimmt. In seinen besten Zeiten schickte er Wassersäulen an die Oberfläche, die eine Höhe von mehr als 60 m hatten. Laut den Aufzeichnungen, die zum Haukadalur vorhanden sind, variieren die Eruptionsabstände zwischen 30 Minuten und mehreren Wochen. Im 19. Jahrhundert sorgten sehr kräftige Eruptionen im Haukadalur für Aufmerksamkeit. Aufgrund der großen Abstände zwischen den Eruptionen hat man in der Vergangenheit immer wieder versucht, den Großen Geysir künstlich zu beeinflussen. Bis heute ist es Wissenschaftlern jedoch nicht gelungen. Weder durch das Absenken des Wassers noch nur durch Schmierseife konnte der Große Geysir bei Haukadalur so beeinflusst werden, dass er dem Willen der Menschen folgte.
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