Härnösand in Schweden

Schweden begeistert im Norden mit einer atemberaubenden Natur, die durch Ursprünge und Facettenreichtum charakterisiert wird. Immer wieder stößt man in Nordschweden auf Städte und Orte, die sich ihren einstigen Charme bewahren konnten. Zu den bekanntesten Orten und touristischen Zielen gehört die Hafenstadt Härnösand in Schweden. Sie befindet sich an der südlichen Mündung des Angermanälv und blickt heute auf eine lange Geschichte als Markt- und Handelsort zurück. Bereits 1565 erhielt sie offiziell die Stadtrechte. Immer wieder wurde die Härnösand in Schweden von Rückschlägen geprägt. Brände und russische Überfälle behinderten die Entwicklung der Stadt. Trotzdem konnte sich Härnösand im 18. Jahrhundert zum bedeutenden Kulturzentrum im Süden von Norrland entwickeln.

Die Geschichte von Härnösand

1647 wurde in Härnösand in Schweden das erste Gymnasium im Norden gegründet. Bekannt als der Tempel des Wissens machte sich die Bildungseinrichtung überregional einen Namen. Heute finden sich noch immer zahlreiche historische Gebäude, die die Straßen säumen. Viele stammen aus den vergangenen Jahrhunderten und wurden mit Liebe zum Detail restauriert. Das Stadtbild von Härnösand wird durch pastellfarbene Holzhäuser geprägt. Immer wieder stößt man beim Spaziergang durch die Straßen auf prächtige Stadtpaläste, die aus Stein errichtet wurden. Die Fassaden der Paläste sind mit aufwendigem Schmuck verziert. Teilweise werden die Gebäude von kühler Eleganz geprägt. Im Jahr 1877 war Härnösand die erste Stadt in ganz Europa die elektrische Beleuchtung einführte.

Sehenswürdigkeiten in Härnösand

Noch heute kann man sich in Härnösand auf einen Streifzug durch die Vergangenheit begeben. Eines der Highlights ist der Dom, der in der Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet wurde. Der Dom wurde im neoklassizistischen Stil errichtet und beheimatet einen herrlichen Bronzeleuchter. Dieser stammt aus der Vorgängerkirche und konnte vor den russischen Plünderungen in letzter Minute gerettet werden. Der Leuchter wurde 1720 in einem frischen Grab auf dem Friedhof versteckt. Nur unweit von Härnösand entfernt befindet sich auf dem Murberg das Länsmuseet Västernorrland. Es wurde 1994 eingeweiht und umfasst unter anderem eine Rüstungskammer. In der Rüstungskammer werden Gewehre, die aus dem 17. und 18. Jahrhundert stammen, ausgestellt. Sehenswert ist ebenso die umfangreiche Textilsammlung, die einen Sprung in die Vergangenheit ermöglicht. Unterhalb des Rüstungsmuseums befindet sich das größte Freilichtmuseum in Norrland. Es umfasst insgesamt 80 Gebäude.

Über Ronny Fischer

Ich arbeite seit Februar 2008 als Texterin und Redakteurin. Neben meiner Arbeit im Auftrag zahlreicher Unternehmen betreibe ich unter dem Dach der Textagentur More than Words can say mehrere Webseiten mit den Schwerpunkten Ostseeraum und Nordeuropa. In den vergangenen Jahren war ich sowohl für Unternehmen in Deutschland als auch in Österreich und der Schweiz tätig. Ich verfasse neben kurze Beiträge zu aktuellen internationalen Themen auch umfangreiche, mehrseitige Reportagen.
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