Umea in Schweden

Schweden begeistert im Norden durch eine dünne Besiedelung und eine atemberaubende Landschaft. Die meisten Menschen, die in den nördlichen Gefilden ihre Heimat gefunden haben, leben in den wenigen großen Städten. Eine dieser Städte ist Umea in Schweden. Umea hat sich als Residenz- und Universitätsstadt einen Namen machen können und begeistert als solche mit einer langen Geschichte. Heute leben rund 95.000 Menschen in der Stadt, sodass sie zu den Größten in Schweden gehört. Zugleich ist sie die größte Stadt von Norrland und präsentiert sich demnach als eines der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zentren. In der Vergangenheit war Umea in Schweden überwiegend als die Stadt der Birken bekannt.

Umea und die Rückschläge

Immer wieder musste Umea in Schweden in der Vergangenheit Rückschläge hinnehmen, die das Bild der Stadt nahezu gänzlich zerstörten. Einer dieser Rückschläge war der Brand von 1888. Der vernichtende Stadtbrand zerstörte nicht nur die historische Altstadt, sondern auch zahlreiche Werften, die sich in anderen Stadtteilen befanden. Auch vor den Stadtteilen, die auf der anderen Seite des Umeälv lagen, machten die Flammen keinen Halt. In den folgenden Jahrzehnten widmeten sich die Einheimischen im Wiederaufbau von Umea. Dadurch bekam die Stadt ein breites Straßennetz. Die zahlreichen Boulevards wurden mit Birkenalleen ausgestattet, die Umea schließlich den Beinamen Stadt der Birken verpassten.

Umea heute

Heute kann man von der Romantik, die die Birken in Umea vermittelten, nur noch wenig erkennen. Im Wesentlichen hat sich die Stadt der Kraft der Moderne gebeugt. Aus diesem Grund wirkt das Stadtbild oft vergleichsweise kühl. Nimmt man sich die Zeit für einen ausgedehnten Spaziergang, wird man aber auch in Umea Gebäude finden, die aus der Vergangenheit stammen. Eines der ältesten Gebäude ist das Moritzska garden. Die Villa wurde 1891 im Stil der Neorenaissance errichtet und präsentiert noch heute Elemente des Jugendstils. Auch der Dom von Umea gehört zu den sehenswerten Gebäuden. Er wurde 1894 fertiggestellt und prägt die Stadtsilhouette wie kein zweites Bauwerk. Lohnenswert ist ein Besuch des Museums Gammlia. Dieses befindet nordöstlich des Zentrums. Es präsentiert seinen Gästen unter anderem den ältesten Ski der Welt. Das angeschlossene Restaurant bietet Spezialitäten aus Västerbotten. Dazu gehört zum Beispiel das tunnbröd.

Über Ronny Fischer

Ich arbeite seit Februar 2008 als Texterin und Redakteurin. Neben meiner Arbeit im Auftrag zahlreicher Unternehmen betreibe ich unter dem Dach der Textagentur More than Words can say mehrere Webseiten mit den Schwerpunkten Ostseeraum und Nordeuropa. In den vergangenen Jahren war ich sowohl für Unternehmen in Deutschland als auch in Österreich und der Schweiz tätig. Ich verfasse neben kurze Beiträge zu aktuellen internationalen Themen auch umfangreiche, mehrseitige Reportagen.
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