Trolle-Ljungby slott in Schweden

Schweden hat eine abwechslungsreiche Architekturgeschichte, die unterschiedlicher kaum sein könnte. In vielen Regionen Schwedens hat die Backsteinarchitektur eine lange Tradition. Über Jahrzehnte hinweg prägte sie das Bild vieler Ortschaften. Eine Reminiszenz an die Schönheit der Backsteinarchitektur offenbart sich mit dem Trolle-Ljungby slott. Das elegante Backsteinschloss wird von einem gigantischen Wassergraben umgeben. Erbaut wurde es ursprünglich im dänischen Stil der Renaissance. Die Bauzeit begann 1629 und wurde schließlich 1633 beendet. Berühmt wurde das Trolle-Ljungby slott im Grunde ausschließlich aufgrund einer sehr alten Sage, an der bis heute gern festgehalten wird. Das  Trolle-Ljungby slott befindet sich in der Nähe von Kristianstad und verfügt über einen wunderschönen Schlosspark. Der Park ganz ganzjährig besucht werden.

Trolle-Ljungby slott und seine Sage

Das Trolle-Ljungby slott wird bis heute von einer Sage beherrscht, die die meisten Besucher bereits ab dem ersten Moment fasziniert. Dieser zufolge soll den Trollen, die unter einem Findling feierten, ein Horn gestohlen wurden sein. Das Horn war für die Trolle von unschätzbar hohem Wert. Der Diebstahl wurde von der Schlossherrin des Trolle-Ljungby slott angefordert. Neben dem Horn entwendete man den Trollen zudem eine Pfeife. In zahlreichen schwedischen Märchenbüchern finden sich heute Geschichten über die Versuche der Wichtel, das Horn und die Pfeife zurückzubekommen.

Trolle-Ljungby slott und sein heutiges Bild

Noch heute glaubt man in Schweden fest daran, dass es Unglück bringt, wenn man ein Horn und eine Pfeife aus dem Trolle-Ljungby slott entfernt. Aus diesem Grund finden sich beide Gegenstände bis heute in dem beeindruckenden Schloss. Jeder Besuch, der sich auf den Weg nach Trolle-Ljungby slott macht, hat die Möglichkeit, die Pfeife und das Horn zu besichtigen. Bekannt als Ljungby horn och pipa werden beide Gegenstände regelmäßig im Fenster aufgestellt. Dabei wird darauf geachtet, dass beide Gegenstände zur Hofseite zeigen. Zu sehen sind sie in der Zeit von Mai bis August an zwei Wochentagen. Von 9 bis 17 Uhr werden sie Mittwoch und Samstag ins Fenster gestellt.

Über Ronny Fischer

Ich arbeite seit Februar 2008 als Texterin und Redakteurin. Neben meiner Arbeit im Auftrag zahlreicher Unternehmen betreibe ich unter dem Dach der Textagentur More than Words can say mehrere Webseiten mit den Schwerpunkten Ostseeraum und Nordeuropa. In den vergangenen Jahren war ich sowohl für Unternehmen in Deutschland als auch in Österreich und der Schweiz tätig. Ich verfasse neben kurze Beiträge zu aktuellen internationalen Themen auch umfangreiche, mehrseitige Reportagen.
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