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    Norwegen und sein Volk

    Von Nancy Fischer | 14.Juni 2010


    Norwegen gehört zu den beliebtesten Reiseländern Nordeuropas. Alljährlich zieht es Naturfreunde und Individualisten in das Land der Fjorde. Doch bei weitem ist es nicht nur die Natur, die Norwegen zu einer populären Destination macht. Es sind auch die Traditionen und die Menschen, die an diesen bis heute festhalten. In Norwegen hält man gern an den eigenen Wurzeln fest und lässt diese in den zahlreichen Regionen aufleben. Die Norweger sind ein sehr gastfreundliches Volk, das sich nicht nur in Oslo und den ländlichen Regionen, sondern auch in Lappland zeigt. Noch immer werden Gäste gern zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Dabei spielt es für die Norweger kaum eine Rolle, ob man die Gäste seit längerem kennt oder ob sie völlig unbekannt sind.

    Norwegen und seine Gastfreundschaft

    Die Gastfreundschaft, die noch heute in Norwegen in beispielloser Form vorhanden ist, wurde in der Zeit geboren als viele Orte in abgeschiedener Einsamkeit lagen. Aufgrund der schweren Zugänglichkeit der abgelegenen Siedlungen erhielten die Gäste bei Ankunft in den Orten Kaffee und Kuchen von den Einheimischen. Dieser sollte der Stärkung dienen. Auch wenn sich die Anbindungen an die Orte entscheidend verbessert haben, sind viele Traditionen dieser Art geblieben. Vor allem die ältere Generation lädt noch immer gern zu Kaffee und Kuchen ein.

    Norwegen und sein Nationalstolz

    Die Norweger sind aber nicht nur gastfreundlich, sondern ausgesprochen patriotisch. Dies sieht man alljährlich zum Nationalfeiertag, wenn die meisten Norweger die traditionelle Tracht, die bunad getragen wird. Der Nationalfeiertag findet in Norwegen am 17. Mai statt. An diesem Tag ziehen die Einheimischen in Gruppen durch die Straßen. Auch wenn der Nationalstolz in Norwegen groß ist, nimmt das Land oft Flüchtlinge und Immigranten auf und unterscheidet sich dadurch von vielen anderen Ländern. Die Menschen in Norwegen werden gern als liberal und tolerant bezeichnet. Nichts desto trotz hält man im Land der Fjorde an den Gesetzen von einst fest. So wird Alkohol bis heute nicht in allen Läden angeboten. Der Verkauf von Alkohol ist ausschließlich den Läden des Vinmonopolet vorbehalten. Das Weinmonopol ist bis heute in Regierungshand. Bis zur Reformation im Jahr 1537 war Norwegen ein katholisches Land. Auf königliches Geheiß wurde schließlich die evangelisch-lutherische Konfession zur Staatskirche erklärt.

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