Narsarmijit auf Grönland

Grönland hat sich als Paradies für Trekker und Abenteurer einen Namen machen können. Jedes Jahr reisen zahlreiche Naturbegeisterte auf die beeindruckende Insel, um die Vielfalt der Regionen kennenzulernen. Auf Grönland lohnt sich der Blick über den Tellerrand wie auf kaum einer anderen Insel. Immerhin locken auf ihr zahlreiche kleine Dörfer, die sich abseits der bekannten Touristenstraßen befinden und vom Besuchertrubel verschont geblieben sind. Ein solcher Ort ist Narsarmijit auf Grönland. Bekannt ist Narsarmijit auch als Narsaq Kujalleq, wie es auf vielen Karten bezeichnet wird. Bis heute hat sich Narsarmijit auf Grönland seinen einfachen Charme bewahren können und schafft es mit eben diesen die Menschen zu begeistern. In dem Ort leben rund 130 Menschen, die bis heute überwiegend von der Jagd und der Schafzucht leben.

Gegründet wurde Narsarmijit auf Grönland bereits 1824. Federführend bei der Gründung war Konrad Kleinschmidt. Kleinschmidt gründete den Ort zunächst unter dem Namen Frederiksdal. Zum damaligen Zeitpunkt handelte es sich Narsarmijit um die südlichste Missionsstation der Herrnhuter.  Um den neu gegründeten Ort mit Häusern ausstatten zu können, wurden Hölzer aus sich anschließenden Regionen herangefahren. Im Zweiten Weltkrieg errichteten die Amerikaner in der Nähe von Narsarmijit eine Rundfunkstation. Durch diese konnten einige Arbeitsplätze für die Einheimischen geschaffen werden. Geprägt wird Narsarmijit auf Grönland durch den gegenüberliegenden Fjord Narsap Sarqaa. Nur unweit davon entfernt treffen Urlauber auf Ruinen einer einstigen Normannensiedlung. Es handelt sich um die Ruinen von Herjolfsnes und Sandhavn. In Herjolfsnes trifft man auf eine historische Kirche, die für die Region von immenser Bedeutung ist. So gehört sie zu den wichtigsten Ostsiedlungen, die zu finden sind. Wahrscheinlich wurde die Kirche von Herjolfsnes im 13. Jahrhundert erbaut. Durch Ausgabungen konnte herausgefunden werden, dass sich vor dieser eine weitere Kirche an dem Platz befand. Diese soll jedoch wesentlich kleiner gewesen sein als die Heutige. Weitere wichtige Ausgrabungsstellen finden sich in unmittelbarer Nähe.

Über Ronny Fischer

Ich arbeite seit Februar 2008 als Texterin und Redakteurin. Neben meiner Arbeit im Auftrag zahlreicher Unternehmen betreibe ich unter dem Dach der Textagentur More than Words can say mehrere Webseiten mit den Schwerpunkten Ostseeraum und Nordeuropa. In den vergangenen Jahren war ich sowohl für Unternehmen in Deutschland als auch in Österreich und der Schweiz tätig. Ich verfasse neben kurze Beiträge zu aktuellen internationalen Themen auch umfangreiche, mehrseitige Reportagen.
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