Saudanes in Island

Island begeistert mit einer Mischung zwischen Moderne und Einfachheit. Während man in den Städten eine bedingungslose Moderne auffindet, die in den vergangenen Jahren Einzug hielt, zeigen sich die ländlichen Regionen einfach und traditionell. Die Mischung hat sich für Island zum Markenzeichen und zum Magneten für zahlreiche Gäste entwickeln können. Jedes Jahr reisen zahlreiche Naturfreunde und Abenteurer nach Island, um die beeindruckende Insel zu entdecken. Die Meisten verschlägt es in die großen Städte des Landes, einige wagen den Weg abseits der Touristenstraße. Viele Orte, die sich abseits der Touristenstraßen befinden, gehören zu den Geheimnissen, die sich Island bis heute bewahren konnte.  Ein solcher Ort ist Saudanes in Island. Saudanes befindet sich in der Nähe von Proshöfn und ist rund sieben Kilometer vom bekannten Touristenort entfernt.

Einst verband man mit Saudanes vor allem das Treibholz und das gute Weideland, das die Region schmückte. Aber auch Seehunde und Eiderenten waren für diesen Landstrich typisch. In der Vergangenheit wurde in Saudanes ein bekanntes Pfarramt auf Island errichtet. Pfarrer Vigfus Sigurdsson ließ sich 1869 in der Region nieder. In seinem Auftrag wurde in Saudanes ein stattliches Haus gebaut, das bis heute vorhanden ist. Die Steine, die für den Bau benötigt wurden, wurden im Winter mit Schlitten aus anderen Regionen gebracht. Als Tür nutzte der Pfarrer einen Teakholzstamm. Dieser wurde an der Küste angeschwemmt. Nur kurze Zeit danach ließ der Pfarrer in Saudanes eine Kirche bauen. Diese befindet sich ebenso wie das Pfarrhaus noch heute in der Region. Seit 1989 befinden sich die beiden Gebäude im Besitz des Isländischen Nationalmuseums und werden durch dieses betreut. Durch das Nationalmuseum wurden die Gebäude umfangreich restauriert. Ausgehend von Saudanes in Island bieten sich zahlreiche Wanderungen ins Umland an. So erreicht man unter anderem die Jugendherberge Ytra-Lón, die im internationalen Tourismus sehr bekannt ist.

Über Ronny Fischer

Ich arbeite seit Februar 2008 als Texterin und Redakteurin. Neben meiner Arbeit im Auftrag zahlreicher Unternehmen betreibe ich unter dem Dach der Textagentur More than Words can say mehrere Webseiten mit den Schwerpunkten Ostseeraum und Nordeuropa. In den vergangenen Jahren war ich sowohl für Unternehmen in Deutschland als auch in Österreich und der Schweiz tätig. Ich verfasse neben kurze Beiträge zu aktuellen internationalen Themen auch umfangreiche, mehrseitige Reportagen.
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