Elmelunde und die Fresken

Dänemark hat in den vergangenen Jahren einen ungemein großen Wert darauf gelegt, die zahlreichen Zeugnisse der Vergangenheit aufrecht zu erhalten. Zu eben diesen gehören heute auch die Fresken von Elmelund auf Mon. Besucht man die zahlreichen Kirchen auf Mon wird man schnell erkennen können, dass sich hinter den zahlreichen verschiedenen architektonischen Besonderheiten außergewöhnliche Fresken verbergen.

Diese Fresken dient einst der christlichen Erziehung der dänischen Bauern. Da diese über keinerlei Lesefähigkeiten verfügten, befand man sich auf der Suche nach einer Lösung. Die Fresken schienen wie geschaffen und vereinten in sich zum einen den Aspekt des Lernens und zum anderen den der Kunst. Doch auch wenn die zahlreichen Fresken auf Mon bis heute äußerst bekannt sind, ähneln sie sich alle sehr stark. Der Grund hierfür war der Künstler. Die meisten Fresken wurden von einem einzigen Künstler erstellt und so kann man dessen Pinselstrich bis ins kleinste Detail erkennen. Doch obwohl dieser Kunstwerke geschaffen hat, die bis heute für Dänemark eine unbeschreiblich große Rolle spielen, ist der Name des damaligen Künstlers nicht bekannt und so trägt dieser in ganz Dänemark nur den Namen Elmelundemesteren.

Die zahlreichen Figuren strahlen eine ungemeine Ruhe aus und überzeugen emotionslose Gesichter. Zudem verfügen die zahlreichen Fresken über ungemein große weiße Abstände, die ihnen ausreichend Platz zum Atmen lassen. Die gewählten Farben sind geprägt durch die zahlreichen verschiedenen Erdtöne und reichen von rotgelb bis hin zu blassblau. Bis heute gehören diese Fresken zu den besterhaltenen in ganz Dänemark. Einst wurden die zahlreichen Fresken mit zahlreichen Wasserfarben auf die noch frisch verputzten Wände aufgetragen. Bis heute ist deren Erhalt ein kleines Wunder und nimmt in der dänischen Geschichte eine ganz besondere Position ein. Da sie die evangelischen Pfarrer als zu katholisch empfanden, wurden die zahlreichen Fresken im 17. Jahrhundert übertüncht und somit entstand eine Schutzfunktion, die deren Überleben sichern konnte. Erst im 20. Jahrhundert wurden die zahlreichen Fresken wieder in den Vordergrund gebracht und das in einer außergewöhnlichen Qualität.

Über Ronny Fischer

Ich arbeite seit Februar 2008 als Texterin und Redakteurin. Neben meiner Arbeit im Auftrag zahlreicher Unternehmen betreibe ich unter dem Dach der Textagentur More than Words can say mehrere Webseiten mit den Schwerpunkten Ostseeraum und Nordeuropa. In den vergangenen Jahren war ich sowohl für Unternehmen in Deutschland als auch in Österreich und der Schweiz tätig. Ich verfasse neben kurze Beiträge zu aktuellen internationalen Themen auch umfangreiche, mehrseitige Reportagen.
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